Sammlung von Anliegen und Fragen bei Kindern und Jugendlichen zur Verwirklichung der Kinderrechte

 

Lücken und Handlungsbedarf aus Sicht von Kindern und Jugendlichen

 

Darum geht’s:

 

Kinder haben Rechte. Daran sollte eigentlich kein Zweifel bestehen. Die meisten Staaten dieser Welt haben schriftlich versichert, dafür zu sorgen, dass die Kinderrechte eingehalten werden. Dazu haben sie sich mit der UN-Kinderrechts­konvention bei den Vereinten Nationen 1989 auf eine Vielzahl von Kinderrechten verständigt. So hat es auch Deutschland gemacht.

 

Kinder haben beispielsweise ein Recht auf:

  • Spiel und Freizeit
  • Schutz vor Gewalt
  • Schutz der Privatsphäre und Würde
  • Freie Meinungsäußerung und Beteiligung.

 

Aber wie steht es um die Kinderrechte?

 

Hält sich Deutschland an seine Versprechen? Was ist besser geworden? Was muss noch besser werden? Gibt es Dinge, die skandalös sind?

 

Alle fünf Jahre muss Deutschland dem Ausschuss für die Rechte des Kindes bei den Vereinten Nationen berichten, was es für die Kinderrechte getan hat. Dazu wird ein Bericht geschrieben und eine Regierungsdelegation muss dem Ausschuss Rede und Antwort stehen. Außerdem schreiben die Nicht-Regierungsorganisationen einen „Schattenbericht“. In Deutschland wird dieser NGO-„Schattenbericht“ von der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention koordiniert.

 

Aber wer könnte besser beurteilen, wie es um die Kinderrechte steht, als die Kinder und Jugendlichen selbst? Auf ihre Sicht der Dinge kommt es an. Daher ist ihre Perspektive in der offiziellen Berichterstattung gegenüber den Vereinten Nationen besonders wichtig und darf natürlich nicht fehlen.

 

Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes möchte, dass der Bericht auf Indikatoren basiert. Indikatoren sind Anzeichen, Hinweise, Merkmale, die sich idealerweise messen lassen. Warum? Sie sind die Voraussetzung dafür, konkrete Fort- und Rückschritte bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention sichtbar zu machen und so einen IST-SOLL-Vergleich zu ermöglichen.

Wenn wir morgens aus dem Fenster schauen und sehen, dass die Straße nass ist, dann leiten wir daraus ab, dass es nachts geregnet hat.

 

Doch worauf müssen wir schauen, wenn wir wissen wollen, ob Kinder und Jugendliche genug Freizeit haben oder ihr Lebensstandard wirklich „angemessen“ ist?

 

Mitmachen bei „Check Deine Rechte!“

 

Gesucht werden „Fragensammlerinnen und Fragensammler“! Wo auch immer: Bei einem Workshop, bei Veranstaltungen, Arbeitsgruppen, Sitzungen des Kinder- und Jugendbeirats, Ferienfreizeiten, in der Kitagruppe oder in der Schulklasse.

 

Wie auch immer: Am Ende der Aktion sollen Fragen stehen. Fragen, die sich stellen, um bewerten zu können, wie es um die Kinderrechte steht.

 

Zum Beispiel:

  • Wie viele Flüchtlingskinder leben in Deutschland, ohne, dass ihre Eltern nachziehen dürfen?
  • Habe ich ein Recht darauf, Regeln und Unterrichtsinhalte in der Schule mitzugestalten?
  • Wieviel Zeit haben Kinder zum Spielen?
  • Wie sieht es aus mit dem Recht auf Privatsphäre in der Familie, der Schule und in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe?

 

Die Fragen können in Text- oder Bildform verschriftlicht werden; noch besser in Form von kurzen Filmen oder Fotos (z.B. Kinder mit Schildern, Transparenten oder Sprechblasen, auf denen die Fragen und Anliegen stehen.) Die Sprechblasen und eine methodische Hilfestellung stellen wir Ihnen zur Verfügung.

 

Bitte beachten Sie bei Bild- oder Tonaufnahmen, dass die Eltern hierfür Ihr Einverständnis gegeben haben.

 

Sollten Sie bereits in 2017 Projekte durchgeführt haben, in dessen Rahmen Kinder und Jugendliche ihre Fragen und Anliegen zur Verwirklichung der Kinderrechte formuliert haben, würden wir uns über eine Übermittlung freuen.

 

Wann auch immer: Nicht ganz – bis zum 30. August 2018 sollen die Fragen gesammelt vorliegen. Die Übermittlung erfolgt per E-Mail an

oder postalisch an die

National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderechtskonvention

Kirsten Schweder

Mühlendamm 3

10178 Berlin

 

Was passiert mit den Fragen?

 

Wir tragen die brennendsten Fragen in die Öffentlichkeit: mit kleinen (Facebook)-Videos, Bildern und Blogbeiträgen möchten wir die Fragen und Statements von Kindern und Jugendlichen bekannt­machen. Die Anliegen werden in die UN-Berichterstattung einfließen und in verschiedene Medien­formate übersetzt. Sie finden Eingang in den Schattenbericht der National Coalition an den UN-Ausschuss im Jahr 2019 und werden bei der Konzeptentwicklung eines Projektes zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am UN-Dialog thematisch berücksichtigt.

 

Die National Coalition möchte aus den von den Kindern gestellten Fragen ableiten, welche Indikatoren für die Beurteilung der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland relevant sind und darüber hinaus aufzeigen, in welchen Bereichen es Schwachstellen bei der Umsetzung und Messung der Kinderrechte gibt. Uns interessiert der Blick von Kindern und Jugendlichen auf konkrete kinderrechtliche Problemstellungen im Alltag. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen sollen ein Feedback auf ihren Input erhalten. Ende 2018 wird die National Coalition die gesammelten Fragen veröffentlichen und darüber informieren, wie sie die Ergebnisse im Weiteren nutzen wird.

 

Hintergrundinformation für die Mitgliedsorganisationen der NC

 

Die Mitgliederversammlung der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechts­kon­ven­tion hat am 27. September 2017 beschlossen im Jahr 2018 in den Vordergrund zu rücken, wie eigentlich Kinder und Jugendliche den Stand der Umsetzung der UN-Kinder­rechts­konvention bewerten. Wo hakt es bei der Umsetzung der Kinderrechte? Wo identifizieren sie Handlungsbedarf? Was sind ihre Anliegen? Was muss sich aus Kinder- und Jugendsicht verbessern?

 

Im Jahr 2018 legen wir den Fokus auf die Sicht von Kindern und Jugendlichen zur Umsetzung der UN-Kinderrechts­kon­vention. Die National Coalition möchte die Perspektive von Kindern und Jugendlichen sichtbar machen. Unser Jahres­schwerpunktthema 2018 verknüpft damit das letzte Jahresthema „Kinderrechte auf dem Prüfstand: Warum wir kinder­rechtsbasierte Indikatoren brauchen” mit dem voraussichtlichen künftigen Schwerpunkt der Jahre 2019/2020, in denen der nächste Berichtszyklus sowie der UN-Dialog anstehen.

 

Ziel ist es, die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen zu sammeln und ihre Anliegen in der UN-Berichterstattung einen Raum zu geben.

Kinder und Jugendliche sollen als Teil der Zivilgesellschaft zu Inputgebern des Dialogverfahrens mit dem UN-Ausschuss werden.

 

Weiterführende Links rund um das Thema Kinderrechte:

 

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