Ausblick

 

Wie geht's weiter?

 

Wahrscheinlich hast Du dich beim Lesen gefragt, wie es nun weitergeht? Was passiert mit den Forderungen?

 

Alle fünf Jahre muss Deutschland dem Ausschuss für die Rechte des Kindes bei den Vereinten Nationen Rede und Antwort stehen. Der Ausschuss für die Rechte des Kindes ist eine Gruppe von 14 Experten und Expertinnen aus der ganzen Welt. Sie treffen sich in der Schweiz bei der UNO. Die Bundesregierung berichtet dem Ausschuss, was für die Verwirklichung der Kinder­rechte alles getan wurde und wo es Probleme gab.

 

Unsere Bundesregierung schreibt all das in einen sogenannten Staatenbericht und schickt diesen an den Ausschuss. Damit die Mitglieder des UN-Ausschusses besser einschätzen können, ob die Regierung wirklich alles getan hat, was sie tun konnte, werden auch Leute gefragt, die nicht für die Regierung arbeiten: die Zivil­gesell­schaft.

Wer gehört zur Zivilgesellschaft?

 

Zur Zivilgesellschaft gehören vor allem die sogenannten Nicht-Regierungs­organi­sa­tionen, wie zum Beispiel Vereine, Verbän­de und Bürgerinitiativen wie die rund 100 Organisa­tionen, die sich in un­se­rem Netz­werk für Kinderrechte zu­sammen­ge­schlos­sen haben. Diese Organisationen haben unterschiedliche Ziele, die aber alle mit den Kinderrechten zusammenhängen. Einige setzen sich dafür ein, dass Kin­der ein gesundes Frühstück in der Kita be­kom­men, andere orga­nisieren Ausflüge in die Natur oder unterstützen die Erwach­se­nen die mit Kindern arbeiten, wie Lehrerinnen oder Erzieher.

 

Diese Nicht-Regierungsorganisationen übermitteln dem UN-Kinder­rechts­aus­schuss einen sogenannten Ergänzen­den Bericht. Der wird auch Schattenbericht genannt, weil er die Situation meist kri­tischer beschreibt und besonders die Schattenseiten aufzeigt.

 

 

Und was passiert, wenn sich der Kinderrechtsausschuss ein Bild zur Umsetzung der Kinderrechte gemacht hat?

 

Die Expertinnen und Experten der UNO schreiben auf, was Deutsch­land in den nächsten fünf Jahren besser machen soll, um die Kinder­rechte zu verwirklichen. Sie geben Empfehlungen, worauf wir in Deutschland besonders achten müssen. Die Bundes­regierung be­kommt also Hausaufgaben. Dank der Hinweise, die die Expertin­nen und Experten – vielleicht auch von Dir – bekommen haben.

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